Bauer sucht Biene

Europäische Bürgerinitiative „Bienen & Bauern retten“: Wer unsere Nahrungsmittelversorgung sicherstellen will, muss das Artensterben stoppen. Wer das Artensterben stoppen will, muss den Pestizideinsatz reduzieren. Und wer den Pestizideinsatz reduzieren will, muss eine kleinteilige, ökologische Landwirtschaft fördern! Deshalb fordern wir in der Europäischen Bürgerinitiative „Bienen & Bauern retten“ von der EU-Kommission, LandwirtInnen einen Systemwandel zu ermöglichen, den Ausstieg aus synthetischen Pestiziden und die Förderung der Artenvielfalt. – Jetzt die Europäische Bürgerinitiative unterzeichnen: Schauen Sie sich hier die Videobotschaften der LandwirtInnen an und unterschreiben auch Sie die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern“ retten.
Viele Bauern und Bäurinnen kämpfen bereits für die Artenvielfalt.
Doch das EU-Agrarsystem macht nachhaltige Landwirtschaft schwierig, weil es hauptsächlich auf Produktionssteigerung und chemisches Keulen ausgerichtet ist. „Als Bauern haben wir die Möglichkeit, Bewusstsein zu schaffen, wie wichtig die Artenvielfalt ist, wie wichtig die Bienen sind. Was wir Bauern machen, ist nicht nur Lebensmittel zu produzieren, sondern unseren Planeten zukunftsfähig zu erhalten. Deswegen ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen. Nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen. Darum habe ich mich auch sofort in den Dienst dieser Kampagne gestellt.“ so Alfred Grand, Biobauer aus Niederösterreich.
Eine mobile Idee: Geben wir dem Frieden ein Gesicht. Freunde und Helfer fahren Friedensfahrzeuge. Fährst Du mit? – https://www.friedensfahrzeug.de

Die Krankheit des Krieges beenden!

IPB fordert eine dramatische Reduzierung der Militärausgaben zugunsten der Gesundheitsversorgung und sozialer Leistungen. Die älteste Friedens-NGO der Welt, die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete IPB, hat die Regierungen der G20, die sich in der kommenden Woche auf virtuellem Wege versammeln, dazu aufgerufen, eine Botschaft des Friedens und der Solidarität an die Welt zu senden, wenn sie sich mit dem globalen Gesundheitsnotstand befassen.
Bericht: https://www.pressenza.com/de/2020/03/aufruf-an-die-g20-investiert-in-das-gesundheitswesen-statt-weiterer-militarisierung
International Peace Bureau – www.ipb.org
Am 23. März 2020 trat der UN-Generalsekretär António Guterres mit einer kurzen Rede vor die (virtuelle) Weltöffentlichkeit und forderte einen globalen Waffenstillstand. Er forderte von allen Konfliktparteien weltweit, die „Gewehre zum Schweigen zu bringen, wie Artillerie zu stoppen und Luftangriffe zu beenden“, damit sich die Welt dem gemeinsamen Feind, der Krankheit, entgegenstellen könne. Dieser Appell aber verhallte in der aufgeregten deutschen Berichterstattung nahezu ungehört … Angesichts einer globalen Krise ruft der UN-Generalsekretär in einer pointierten Rede zum Weltfrieden auf – und keinen interessiert es. Hätte António Guterres irgendwas gegen China, Russland oder Assad gesagt, wäre die Medienresonanz sicher besser gewesen.
„Die Wut des Virus veranschaulicht die Torheit des Krieges – Wir müssen die Krankheit des Krieges beenden“
Einleitende Bemerkungen zum Aufruf des Generalsekretärs zu einem globalen Waffenstillstand. António Guterres:
Unsere Welt steht vor einem gemeinsamen Feind: COVID-19.
Das Virus kümmert sich nicht um Nationalität oder ethnische Zugehörigkeit, Fraktion oder Glauben. Es greift alle an, unerbittlich.
Währenddessen wütet der bewaffnete Konflikt auf der ganzen Welt.
Die Schwächsten – Frauen und Kinder, Menschen mit Behinderungen, Marginalisierte und Vertriebene – zahlen den höchsten Preis.
Sie sind auch am stärksten gefährdet, verheerende Verluste durch COVID-19 zu erleiden.
Wir dürfen nicht vergessen, dass in den vom Krieg verwüsteten Ländern die Gesundheitssysteme zusammengebrochen sind.
Die ohnehin schon wenigen Gesundheitsfachkräfte wurden oft ins Visier genommen.
Flüchtlinge und andere durch gewaltsame Konflikte vertriebene Personen sind doppelt gefährdet.
Die Wut des Virus veranschaulicht die Torheit des Krieges.
Deshalb rufe ich heute zu einem sofortigen globalen Waffenstillstand in allen Teilen der Welt auf.
Es ist an der Zeit, den bewaffneten Konflikt zu beenden und sich gemeinsam auf den wahren Kampf unseres Lebens zu konzentrieren.
Den Kriegsparteien sage ich:
Ziehen Sie sich aus den Feindseligkeiten zurück.
Legen Sie Misstrauen und Feindseligkeit beiseite.
Bringen Sie die Geschütze zum Schweigen; stoppen Sie die Artillerie; beenden Sie die Luftangriffe.
Das ist entscheidend …
Hilfe bei der Schaffung von Korridoren für lebensrettende Hilfe.
Um wertvolle Fenster für die Diplomatie zu öffnen.
Hoffnung an Orte zu bringen, die zu den am stärksten von COVID-19 bedrohten gehören.
Lassen wir uns von Koalitionen und Dialogen inspirieren, die in einigen Teilen der Welt langsam Gestalt annehmen, um gemeinsame Ansätze für COVID-19 zu ermöglichen. Aber wir brauchen noch viel mehr.
Wir müssen die Krankheit des Krieges beenden und die Krankheit bekämpfen, die unsere Welt verwüstet.
Es beginnt damit, dass die Kämpfe überall gestoppt werden. Und zwar sofort.
Das ist es, was unsere Menschheitsfamilie braucht, jetzt mehr denn je.
Übersetzung: https://www.deepl.com/translator
Quelle: https://www.un.org/sg/en/content/sg/speeches/2020-03-23/secretary-general-appeal-for-global-ceasefire

Mitmach-Aktion

Die Agrarindustrie zerstört die Artenvielfalt und die Vielfalt der landwirtschaftlichen Betriebe. Mit unserer Europäischen Bürgerinitiative wollen wir eine Revolution der europäischen Landwirtschaftsförderung anstoßen, ein Ausstiegsdatum für chemisch-synthetische Pestizide festlegen und die Biodiversität in Agrarlandschaften wiederherstellen. Unterzeichnen Sie jetzt! – Fast 300.000 Menschen aus der ganzen EU haben bereits unsere Europäische Bürgerinitiative (EBI) „Bienen und Bauern retten“ unterschrieben. Die Botschaft von über einer viertel Million Menschen aus 27 Ländern ist laut und deutlich: Es muss endlich Schluss sein mit den gefährlichen Ackergiften, die den Bienen und unserer Gesundheit schaden. Deshalb kämpfen wir auch in Zeiten von Corona weiter für eine pestizidfreie Landwirtschaft und eine gesunde Umwelt – vorerst jedoch nur noch digital.
Infos vom Umweltinstitut München: Eine ökologische, regionale und solidarische Landwirtschaft ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch krisenfest. Sie kann auf Veränderungen reagieren, weil sie zugleich vielfältig und fest in lokalen Strukturen verankert ist. Doch die Politik hat die Landwirtschaft über Jahrzehnte in eine andere Richtung gedrängt: Subventionen, Handelsabkommen, Bürokratie und Forschung sind auf eine Agrarindustrie ausgerichtet, die im globalen Wettbewerb um den billigsten Preis steht – koste es, was es wolle. Trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen, die die Politik setzt, gibt es viele Bäuerinnen und Bauern, die täglich beweisen, dass eine andere Landwirtschaft möglich ist: Sie arbeiten vorwiegend für den regionalen Markt und produzieren gesunde Lebensmittel nach ökologischen Richtlinien. Ihre Betriebe können auch Sie unterstützen: Dank Hofläden, Biokisten, Projekten der Solidarischen Landwirtschaft und auch der Direktvermarktung über das Internet bestehen vielfältige Möglichkeiten, Lebensmittel direkt von Bio-Betrieben aus der Region zu beziehen. Wir möchten Sie heute bitten, davon Gebrauch zu machen: Die Qualität der Produkte, die Unabhängigkeit von der globalen Agrarindustrie und der Schutz unserer Umwelt sind es wert! In unserer aktuellen Meldung lesen Sie, wie wir selbst regional und ökologisch einkaufen und wie einfach auch Sie damit anfangen können.

Warnungen

„Coronavirus – der Sturz in die globale Rezession. Der Exportüberschussweltmeister ist einer der Hauptgeschädigten“. Analyse von Conrad Schuhler, isw – Institut für sozialökologische Wirtschaftsforschung: https://www.isw-muenchen.de/2020/03/coronavirus-der-sturz-in-die-globale-rezession-der-exportueberschussweltmeister-ist-einer-der-hauptgeschaedigten/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=isw+Newsletter+2020-01
ABSCHOTTUNG UND FASCHISIERUNG: Die Umdeutung der Willkommenskultur von 2015 zu einer „Flüchtlingskrise, die sich nie wiederholen dürfe“, kreiert eine derartige Angst, dass lieber Erschießungen geduldet werden, als über Aufnahme geredet wird. Dabei hat das Abschottungsparadigma auch seine mörderische innenpolitische Seite. Während bis heute zahlreiche Städte und Gemeinden – wie in dem Netzwerk „Städte Sichere Häfen“ – nach wie vor für eine Praxis und Kultur des Willkommens und der offenen Gesellschaft stehen, hat die Politik mit ihrer Dämonisierung der Migration als „die Mutter aller Probleme“ auch innergesellschaftlich Diskurse und Taten der „Verteidigung Europas“ hoffähig gemacht. Insofern ist die Faschisierung an der Außengrenze eng verwoben mit dem erstarkenden Rechtsterrorismus und Angriffen auf die Grundlagen der Demokratie in den europäischen Gesellschaften. Europa steht an einem Scheideweg: Wir können diesen Wahnsinn nur mit einer Rückkehr zu grundlegenden Rechten, Offenheit und Aufnahmebereitschaft begegnen. – Warum sich 2015 wiederholen muss! – Es braucht jetzt sofort: eine Grenzöffnung in Griechenland und einen europäischen Aufnahmemechanismus; ein Ende des Lagersystems in Europa und die sofortige Evakuierung der griechischen Inseln – wegen des fortgesetzten Horrors in Moria und der konkreten Bedrohung durch Faschist*innen auf Lesbos; einen humanitären Korridor für Flüchtlinge aus Idlib nach Europa. – Quelle: https://www.medico.de/aufnehmen-statt-sterben-lassen-17671 und https://www.medico.de/kampagnen/teilen-oder-schiessen
Demokratie in Gefahr – Über den Wahnsinn der Normalität – Prof. Rainer Mausfeld im Interview über die inhumane Agenda der sogenannten Mitte und der „westlichen Werte“. Auszüge: »Die neoliberale Ideologie und der sogenannte Rechtsradikalismus haben tatsächlich viele Überschneidungselemente — insbesondere ihren Hass auf eine egalitäre Demokratie und auf alle emanzipatorischen Bewegungen. Neoliberalismus, Faschismus und Rechtsradikalismus sind Erscheinungsformen einer militanten Gegenaufklärung … sind der Sozialrassismus, der Hass auf Arme und vor allem die Eugenik-Visionen eines Thilo Sarrazin, dessen Bücher in Millionenauflage gedruckt und gelesen wurden, und der zudem offiziell als Sozialdemokrat und insofern „Linker“ massenmedial gehandhabt wird, eine deutlich ernstere Bedrohung für die Demokratie als der Faschist Höcke in Thüringen. Oder, um es anders zu sagen: Der eine ermöglicht den Faschismus, der andere übernimmt vielleicht eines Tages auf dem ihm bereiteten Feld die Macht … Psychologisch lässt sich die Bereitschaft zu rassistischen — seien es kulturrassistische oder sozialrassistische — Ressentiments verstehen als Folge von Mangelerfahrungen, also traumatisierenden Erfahrungen … Der „Andere“ wird zum Ziel der Frustrationsaggression … Wir müssen uns also klarmachen, dass der Rassismus die „Andersartigkeit“, die er behauptet und die er für bestimmte Machtbedürfnisse benötigt, überhaupt erst hervorbringt … Man erkennt dann schnell, dass beispielsweise der sogenannte „Kampf gegen den Terror“ ebenso klar auf rassistischen Prämissen basiert wie etwa die EU-Politik gegenüber Afrika … Wie ernst es die Bundesregierung mit ihrem Kampf gegen Rassismus meint, zeigt noch einmal die im Dezember 2019 verabschiedete UN-Resolution: „Zur Beseitigung von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz“. Die Bundesregierung hat hier ihre unbeirrbare Entschlossenheit im Kampf gegen Rassismus noch einmal dadurch klar zum Ausdruck gebracht, dass sie dieser Resolution ihre Stimme verweigert hat — gemeinsam mit den USA, Israel, England und Frankreich, Kernländern der „westlichen Wertegemeinschaft“ … die Ideologie der neoliberalen „Mitte“ und rechte Ideologien teilen … ein zentrales ideologisches Element, nämlich die Berufung auf ein Recht des Stärkeren. Damit teilen sie auch Sozialdarwinismus und Meritokratie, eine Verachtung der Armen und eine Naturalisierung von Armut … In dem seit mehr als einem Jahrhundert systematisch und koordiniert geführten Kampf gegen emanzipatorische Bewegungen wurde … wohl kein Kampfmittel so wirksam perfektioniert wie die Techniken zur Erzeugung von sozialen Spaltungen … Ein Kampf gegen faschistische Entwicklungen muss also stets ein Kampf für eine ernsthafte Demokratie sein … Wenn es uns nicht gelingt, Demokratie als zivilisatorischen Schutzbalken gegen Gewaltverhältnisse zu erkämpfen, machen wir den Weg frei zurück in eine Herrschaft der Gewalt und damit in die Barbarei.« – Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/der-wahnsinn-der-normalitat-3

Coronavirus, Finanzkrise und die Situation der Flüchtlinge

Mahnende Worte von Yanis Varoufakis (DiEM25) über den Coronavirus und die Finanzkrise, die private Gesundheits“vorsorge“ und die wachsende Rezessionsgefahr: 18-Min.-Video: https://youtu.be/4jmK9OtzfTQ. – Der Münchner Flüchtlingsrat e.V. informiert: Die Situation an den europäischen Außengrenzen und insbesondere auf den griechischen Inseln: Die massiv überfüllten Lager dort sind nicht nur humanitär und menschenrechtlich eine absolute Katastrophe, sondern bieten auch ein ideale Verbreitungsgrundlage für das Corona-Virus. Deswegen muss unsere Forderung umso mehr lauten: Evakuiert die Lager! … In der Regel gilt seit dieser Woche ein generelles Betretungsverbot für Dritte in Flüchtlingsunterkünften.

DEFENDER endlich abgesagt!

Bereits am vergangenen Mittwoch zeichnete sich ab, dass keine weiteren US-Soldat*innen mehr nach Europa verlegt werden sollen. Am Freitagabend wurde dann bekanntgegeben, dass gemeinsame Übungen mit deutschen und US-Streitkräften auf dem Truppenübungsplatz Bergen abgesagt werden. Und am Montag (16.03.) in der Bundespressekonferenz wurde dann auf Rückfrage mitgeteilt, dass „Defender 2020“ komplett eingestellt wird. Das Militärmanöver war von Anfang an verantwortungslos – nicht nur wegen der aktuellen Gefahr der Ausbreitung des Corona-Virus, sondern mehr noch wegen des gefährlichen Säbelrasselns gegenüber Russland. – Bereits jetzt haben sich Veranstalter*innen aus verschiedenen Städten bei uns gemeldet und ihren Ostermarsch schweren Herzen abgesagt. Momentan arbeiten wir an einem Konzept für einen virtuellen Ostermarsch. – Wichtige Fragen über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Aktivitäten der Friedensbewegung: https://www.friedenskooperative.de/aktuelles/fragen-zu-corona-krise-und-friedensbewegung

Absagen zur „Woche gegen Rassismus“

Nachdem sukzessive immer mehr Veranstaltungen abgesagt wurden, trifft es nun auch die internationalen Wochen gegen Rassismus. Es ist/war ein tolles Programm, das für diese vierzehn Tage zusammengestellt war. Nun sind die Veranstaltungen, an denen wir beteiligt waren, abgesagt – der Vortrag von Prof. Dr. Klaus Weber in der Aumühle und das Konzert „Beliebte Melodien – Verfemte Künstler“ im Sparkassensaal. Es war ein tolles Programm, das für diese vierzehn Tage zusammengestellt worden war. Nun sind die Veranstaltungen, an denen wir beteiligt waren, abgesagt: der Vortrag von Prof. Dr. Klaus Weber in der Stadtbibliothek in der Aumühle, das Konzert „Beliebte Melodien – Verfemte Künstler“ im Sparkassensaal. Auch das Bündnis FFB ist bunt – nicht braun teilt Absagen mit: Film „Die Stille schreit“ im Lichtspielhaus FFB, die Ausstellung „Die Opfer der NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ kann vielleicht ohne Begleitprogramm gezeigt werden, die Entscheidung wird noch mitgeteilt. Die Eröffnungsveranstaltung im Viscardi-Gymnasium fällt aus. Ob andere Veranstaltungen stattfinden muss bei den einzelnen Organisatoren erfragt werden. Das „LIFEstucioFFB“ zeigt seine geplante Collage wie vorgesehen am Freitag, 20.3., um 19 Uhr, auf www.lifestudio.ffbaktiv.de und im Videoarchiv danach auf www.youtube.com/user/ffbaktivstudio, unter dem Titel „IHR – uns fremd und feind !? Eine Collage über die Gesichter des bösartigen Phänomens Fremdenhass und Rassismus.“ Texte und Bilder über Vorurteile, Feindbilder und Gewaltbereitschaft, Macht, Besitz, Unterwerfung und andere Zivilisationskrankheiten. Gestern, heute und morgen. – Sozialforum Amper

Datteln 4 stoppen!

Der BUND ruft auf: Klimakiller Kohle! Mit Datteln 4 soll im Sommer ein neues Steinkohlekraftwerk ans Stromnetz gehen. Und das, obwohl der Kohleausstieg bald starten soll. Der BUND kämpft auf allen Ebenen gegen die Eröffnung, doch die Bundesregierung hält an Datteln 4 fest. Deswegen gehen wir jetzt einen anderen Weg: Die finnische Regierung soll das Kraftwerk stoppen! Sie hält die Mehrheit am Stromerzeuger Fortum und damit an Datteln 4. Geht Datteln 4 tatsächlich ans Netz, erhöht sich der CO2-Ausstoß in Deutschland und der Ausstieg aus der Kohleverstromung verzögert sich weiter. Die deutsche Bundesregierung versagt beim Kohleausstieg auf ganzer Linie, doch Abhilfe kann aus einem anderen europäischen Staat kommen: aus Finnland. Der Energieversorger Fortum, der die Mehrheit an Datteln 4 übernehmen will, gehört dem finnischen Staat. Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin kann Datteln 4 stoppen! Das Land selbst will bis 2029 aus der Kohle aussteigen. Mit einem neuen „finnischen“ Kraftwerk in Deutschland würde Finnlands Regierung gegen ihre eigene Landespolitik handeln und fossile Brennstoffe weiter fördern. Wir möchten mindestens 50.000 Nachrichten an die finnische Regierung schicken. Schicken Sie jetzt eine Botschaft an Ministerpräsidentin Sanna Marin: https://aktion.bund.net/datteln-4-stoppen

Krieg gegen Flüchtlinge

Geflüchtete brauchen Schutz vor Repression, aber auch ein konsequentes Vorgehen gegen Fluchtursachen wie den Waffenhandel. Angesichts der Aggression der Türkei gegen Nordsyrien und der Menschenrechtsbrüche von NATO-Staaten an der EU-Grenze zur Türkei veranstaltete die Bewegung „Seebrücke“ am 7. März bundesweit Demonstrationen unter dem Stichwort „Sicherer Hafen“. Dabei ging es einerseits um die Forderung nach Schutz für Menschen, die unter schlimmsten Verhältnissen auf ein Ende ihrer lebensgefährlichen Lage hoffen — schutzlos sind sie Wasserwerfern und anderen Waffen im Krieg gegen Fliehende ausgesetzt. Bei winterlichen Temperaturen steigt unter den geschwächten und traumatisierten Männern, Frauen und Kindern aus Familien mit vielen Kriegstoten und ohne Hab und Gut das Erkrankungsrisiko. Unterlassene Hilfeleistung und das Inkaufnehmen von Sterben gehört dort zum Alltag. Andererseits wandten sich die Redner gegen die Fluchtursachen: gegen Waffenexporte, Völkerrechtsbrüche durch Krieg und gegen die Heuchelei westlicher Politik, die erklärt, sie wolle Frieden durch kriegerisches Vorgehen herbeiführen. Bernhard Trautvetter (Friedensaktivist, Mitglied in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten VVN, Experte für Friedenspädagogik und Friedenspolitik in der GEW Nordrhein-Westfalen) sprach am 7. März auf der Seebrücken-Kundgebung in Essen für das Essener Friedensforum. – Seine Rede kann hier gelesen werden: https://www.rubikon.news/artikel/der-krieg-gegen-fluchtlinge-2