Mahnung und Gedenken – Hiroshima und Nagasaki – Nie wieder

Gedenkveranstaltung am Freitag 6.8., 19 Uhr, beim alten Rathaus, Hauptplatz, weiter um 20 Uhr auf der Kneipp-Insel beim Silbersteg, in FFB: Mahnung und Gedenken – Hiroshima und Nagasaki – Nie wieder!
Heuer können wir wieder wie gewohnt am 6. August einen Mahn- und Gedenkabend veranstalten, der an die Atombombemabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 76 Jahren erinnert. Wir fordern den Abzug der bei uns lagernden Atomwaffen in Büchel. Wir mahnen die Bundesregierung an, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen. Wir wertschätzen die Mitgliedschaft der Stadt in der Organisation Mayors for Peace. Wir gedenken der Opfer mit Lesungen, Musik und Kerzenkreis. Veranstalter: Sozialforum Amper, Fürstenfeldbruck, Initiative für gerechte Sozialordnung, Demokratie, Frieden und Ökologie; Eine-Welt-Zentrum FFB e.V.; Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun.

Soldatische Ethik und Atomwaffen: Was niemals legitim sein kann

Eine Stellungnahme von Oberstleutnant a. D. Jürgen Rose, München. Er befasst sich als Publizist mit friedens- und sicherheitspolitischen Themen. Als Soldat der Bundeswehr verweigerte aus Gewissensgründen seine Beteiligung am Tornado-Einsatz in Afghanistan. Er ist Mitglied im Vorstand des Förderkreises der kritischen Soldatenvereinigung Darmstädter Signal. Er schreibt: „Eine sicherheitspolitische Strategie, welche die potenzielle Vernichtung ganzer Gesellschaften oder der menschlichen Zivilisation insgesamt in Kauf nimmt, vermag kein legitimes Mittel zur Bewahrung von Freiheit und Frieden darzustellen. Und jeder, der zur Stützung des gegenwärtigen Systems nuklearer Abschreckung auf der Basis wechselseitig gesicherter Vernichtungsfähigkeit in irgendeiner Form beiträgt – sei es der Politiker, der Soldat, der Wissenschaftler, der Journalist, der Steuerzahler – macht sich schuldig dadurch, dass er gegen die fundamentalen Prinzipien menschlichen und menschenwürdigen Miteinanders und gegen die Moralprinzipien reiner praktischer Vernunft verstößt.“ – Seine ganzer Artikel ist hier nachzulesen: https://www.heise.de/tp/features/Soldatische-Ethik-und-Atomwaffen-Was-niemals-legitim-sein-kann-6137810.html?seite=all

Rosa Luxemburg zum 150. Geburtstag

Einladung zum Vortrag in Präsenz und online in der Stadtbibliothek in der Aumühle, Bullachstr. 26, Fürstenfeldbruck, am Dienstag, 13. Juli 2021, 19 Uhr: Rosa Luxemburg zum 150. Geburtstag. Referentin: Dr. Julia Killet. Rosa Luxemburg (1871-1919) gehört zu den Frauen, die Weltgeschichte schrieben. Ihre Geltung als die faszinierendste linke Politikerin des 20. Jahrhunderts ist unumstritten. Als kompromisslose Sozialistin kämpfte sie ihr Leben lang für die Zerschlagung des Kapitalismus und den Aufbau einer klassenlosen Gesellschaft. Ihre radikalen und beharrlichen Forderungen nach Freiheit, Sozialismus und Demokratie griffen die herrschende Ordnung im deutschen Kaiserreich in ihren verknöcherten Grundfesten an. Am 15. Januar 1919 wurde sie von sechs Offizieren brutal ermordet: erschlagen, erschossen und im Landwehrkanal versenkt. Nach ihrem Tod wurde Rosa Luxemburg aufgrund ihres politischen Denkens und Handelns zu ideologischen und politischen Zwecken instrumentalisiert. Die Referentin Dr. Julia Killet hat sich in ihrer Dissertation mit dem Titel „Fiktion und Wirklichkeit. Die Darstellung Rosa Luxemburgs in der biographischen und literarischen Prosa“ mit verschiedenen Luxemburg-Bildern beschäftigt. Das Buch erschien 2020 im Kulturmaschinen-Verlag. Seit 2011 leitet sie die Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern.
Die Veranstaltung findet hybrid statt, also online per Zoom oder in Präsenz. Für beide Veranstaltungsformate ist eine Anmeldung erforderlich: stadtbibliothek@fuerstenfeldbruck.de oder telefonisch: 08141-3630910. Eintritt frei. Eine Kooperationsveranstaltung von Stadtbibliothek / Sozialforum Amper / Eine-Welt-Zentrum e.V. / Bündnis FFB ist bunt – nicht braun / GEW Kreisverband FFB-DAH und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern

Weltflüchtlingstag

In seinem Newsletter vom 20. Juni 2021 schreibt der Journalist der SZ, Heribert Prantl, zum Tag der Flüchtlinge unter anderem: Die Flüchtlinge, sind die Botschafterinnen und Botschafter der Menschenrechte. Das darf, das muss man am 20. Juni einmal so deutlich sagen. Der 20. Juni ist nämlich der Weltflüchtlingstag. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat ihn im Dezember des Jahres 2000 ausgerufen, am heutigen Sonntag begehen wir ihn zum 20. Mal.
Wenn Schutzsuchende Deutschland auf abenteuerlichen Wegen erreichen, werden sie bis zu 24 Monate lang in Sammellagern untergebracht oder in sogenannten AnkER-Zentren mit bis zu 1500 Plätzen kaserniert.
Der Tod der Flüchtlinge ist Teil der europäischen Abschreckungsstrategie. Europa schützt sich vor Flüchtlingen mit toten Flüchtlingen.
Pontius Pilatus wusch sich die Hände in Unschuld. Europas Politiker waschen sie in dem Wasser, in dem Flüchtlinge ertrinken.
Es reicht aber nicht, wenn der Schutz und die Hilfe auf dem Papier stehen. Das Papier muss Leben erhalten.

Aktionswoche der Initiative „abrüsten statt aufrüsten“

19.6. bis 26.6. – Aktionswoche der Initiative „abrüsten statt aufrüsten“: Mit vielfältigen Veranstaltungen soll in den Wahlkampf eingegriffen werden und die Forderung nach Abrüstung öffentlich formuliert werden. Die Veranstaltungen zum 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion am 21./22.06 sollen Anlass sein, gerade angesichts der Ukrainekrise, die Notwendigkeit einer neuen Entspannungspolitik, einer Politik der gemeinsamen Sicherheit zu thematisieren und einzufordern. Alle Termin gibt es auf der Seite des Netzwerk Friedenskooperative: www.friedenskooperative.de/termine?thema=152 und https://abruesten.jetzt/2021/05/2021-04-30-bis-07-04friedenswanderung-die-planungen-haben-begonnen-2. Die neue Massenzeitung der Initiative „Abrüsten statt Aufrüsten“ ist erschienen und kann bestellt und verteilt werden. Sie sollte als Material im beginnenden Bundestagswahlkampf eingesetzt werden. Sie kann als pdf-Dokument eingesehen und heruntergeladen werden: https://abruesten.jetzt/wp-content/uploads/2021/06/Web_Zeitung-ABRUeSTEN-STATT-AUFRUeSTEN_Juni-2021.pdf
Veranstalter und Quelle: Initiative abrüsten statt aufrüsten.
75. Jahrestag des Vernichtungsfeldzugs gegen die Sowjetunion: Der Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 war ein rassistisch und antisemitisch motivierter Vernichtungsfeldzug zur Eroberung neuen Wirtschaftsraums. Zur propagandistischen Begleitung des Völkermords an der slawischen Bevölkerung Osteuropas wurde im nationalsozialistischen Deutschland u.a. die antisowjetische Hetzschrift „Der Untermensch“ verbreitet. Mit dem antislawischen Rassismus der deutschen Faschisten ist – sofern ein konzentrierter Handlungskomplex betrachtet werden soll – der bislang größte Genozid der gesamten Geschichte verbunden, die Ermordung von mehr als 20 Millionen unschuldigen Menschen durch Waffen, Flammen, Galgen, Aushungerung, Internierungsregime, Raub von Lebensgrundlagen und Versklavung (System der Zwangsarbeit). Der am 22. Juni 1941 begonnene Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion war zugleich ein Hauptschauplatz der Shoa, der Ermordung von insgesamt sechs Millionen Juden. Doch zum 80. Jahrestag am 22. Juni 2021 wird es nach gegenwärtigem Stand kein offizielles Gedenken in deutschen Landen geben. Auch im aktuellsten Nutzermailing der Bundeszentrale für politische Bildung findet man noch keinen Hinweis auf einen Beitrag zum öffentlichen Geschichtsgedächtnis des weithin ausgeblendeten Völkermordes an jenen, die der von einer Mehrheit der Deutschen bejubelte Adolf Hitler als „slawische Untermenschen“ bezeichnet hat. – Wer diesen Teil der deutschen Geschichte studieren will, kommt an den Veröffentlichungen Peter Bürgers (katholischer Theologe und Publizist (www.friedensbilder.de); Bertha-von-Suttner-Preis 2006; Mitarbeit im Ökumenischen Institut für Friedenstheologie; Initiator des Editions-projektes „Kirche & Weltkrieg“) nicht vorbei: https://kircheundweltkrieg.wordpress.com. Zum Beispiel die neue Publikation „Evangelische Kirche und „Russlandfeldzug“: https://www.heise.de/tp/features/Gebete-zur-Beseitigung-des-Pestherdes-6062968.html. Ein Auszug ist hier zu lesen: https://www.heise.de/tp/features/Gebete-zur-Beseitigung-des-Pestherdes-6062968.html.
Eine einzigartige Dokumentation: „83 554 Nazi-Verbrecher wurden nach dem Nürnberger Tribunal in verschiedenen Ländern verurteilt.“ Die Untaten der Nazi-Machthaber anhand der Nürnberger Prozesse, der Kriegsgeschichte und des weiteren historischen Verlaufs: https://de.nuremberg.media

Weltkindertages am 1. Juni

Eines der Hauptprojekte der „Milleniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zum Schutz des Lebens und der Entwicklung von Kindern“ ist die Aktion „Banner des Friedens“, in deren Verlauf Kinder der Welt zum Frieden aufrufen. Kinder aus mehr als 50 Ländern und Regionen haben sich daran bereits beteiligt. Die China Children ´s Culture and Art Promotion Association hat im Jahr 2004 die erste Aktion „Banner des Friedens – Kinder der Welt rufen zum Frieden auf“ durchgeführt. Bis heute hat dieses Projekt bereits neunmal stattgefunden, und daran haben sich mehr als zehntausend Kinder verschiedenster Ethnien beteiligt. Bei der neunten Aktion wurden zum Beispiel mehr als 3000 von Kindern gemalte Bilder aus über 100 Institutionen aus dem In- und Ausland eingereicht. Die Kinder beschäftigen sich in ihren Bildern mit Themen wie friedliche Entwicklung oder Gerechtigkeit und Freundschaft, sie verurteilen den Krieg, fordern den Schutz der Umwelt und drücken ihre Liebe zur Heimat und zur Natur sowie ihren Wunsch nach einem friedlichen und glücklichen Leben aus. Die einzigartigen Perspektiven und überraschenden Sichtweisen der jungen Maler machen kindliche Interessen und Originalität sichtbar. Am Vorabend des Weltkindertages am 1. Juni veranstaltet das Chinesische Kulturzentrum Berlin gemeinsam mit der China Children ´s Culture and Art Promotion Association eine Online-Ausstellung von preisgekrönten Kindermalereien unter dem Titel „Banner des Friedens – Kinder der Welt rufen zum Frieden auf“. Die Bilder der Kinder sollen auch dazu beitragen, in der Pandemie den Menschen Hoffnung und Freude zu bringen. – Bericht: https://www.pressenza.com/de/2021/05/kinder-der-welt-rufen-zum-frieden-auf-zum-weltkindertag-am-1-juni/ – Ausstellung preisgekrönter Kindermalerei zum Weltkindertag儿童绘画作品展: https://youtu.be/DX_5H1G_mLE

23. Mai 1949: Verfassungstag

Zum Tag des Grundgesetzes: In ihm verankert ist die Verpflichtung auf die Sozialstaatlichkeit anstelle einer Gewährleistung der »freien Marktwirtschaft«, eine deutliche Relativierung des Eigentumsschutzes in Artikel 14 und die Sozialisierungsermächtigung des Artikel 15. Das Grundgesetz ist offen für unterschiedliche Gestaltungen der Wirtschafts- und Eigentumsordnung in Deutschland. Es erlaubt die kapitalistische Produktionsweise, aber ebenso deren demokratische Umwandlung in Richtung einer solidarischen Gemeinwirtschaft. Entsprechende Vorstellungen waren bei der Schaffung des Grundgesetzes kurz nach der Befreiung vom faschistischen Terrorregime weitverbreitet. Das belegen parteipolitische Deklarationen wie zum Beispiel das »Ahlener Programm« der nordrhein-westfälischen CDU vom 3. Februar 1947, das mit dem bemerkenswerten Satz begann: »Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden.« Inhalt und Ziel der notwendigen sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung »kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein«. – Infos: https://www.bpb.de/nachschlagen/gesetze/grundgesetz und https://www.lpb-bw.de/verfassungstag-23mai

„Solidarisch geht anders!“

Um die ökonomischen Folgen der Corona-Krise abzufedern, greift der Staat der Wirtschaft unter die Arme. Doch die Rettungspakete drohen die Klimakrise weiter anzuheizen, statt den dringend nötigen sozialen und ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. Corona wirkt wie ein Brandbeschleuniger für Ungerechtigkeiten – nicht nur beim Klimaschutz: überlastete und schlecht bezahlte Krankenpfleger:innen, unbezahlbare Mieten und Arbeitslosigkeit hier, Hunger und tödliche Fluchtrouten im Süden der Welt. Viele Menschen merken deutlich, dass wirtschaftliche Konkurrenz die wichtigen Fragen nicht regelt. Jetzt ist oft von Solidarität die Rede. Applaus reicht aber nicht, Milliarden für Industrien von gestern schaden nur. Und Solidarität, die an Landesgrenzen Halt macht, ist keine. In einem heute gemeinsam mit über 50 Organisationen veröffentlichten Aufruf beziehen wir deshalb Position für eine solidarische Krisenbewältigung: Eine Politik, die den Weg in eine sozial und ökologisch gerechte Wirtschaft ermöglicht. Solidarisch für ALLE! In den nächsten Monaten sind von Seiten des Bündnisses mehrere Aktionstage geplant. Auftakt ist eine Aktionswoche vom 8. bis 16. Juni. – Bündnis-Webseite: https://solidarischgehtanders.org. Quelle: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2021/klima/solidarisch-geht-anders.html. Folge der Kampagne auf Twitter, Instagram und Facebook. Mehr über die wissenschaftlichen Hintergründe: https://350.org/de.