Die Geschichte von Paul Grüninger

Die Geschichte von Paul Grüninger, schweizerischer Polizeikommandant, der verurteilt wurde, weil er Hunderte von Flüchtlingen rettete: Die jüngste Verhaftung des italienischen Bürgermeisters von Riace, Mimmo Lucano, wegen „Unterstützung und Beihilfe zur illegalen Einwanderung“ bekräftigt das alte Dilemma zwischen Gesetz und Gerechtigkeit, das auch im Mittelpunkt der griechischen Tragödie „Antigone“ steht. Es ist ein Dilemma, das im Laufe der Geschichte unzählige Male auftrat, als es darum ging, zu entscheiden, ob man seinem Gewissen folgen soll, auch auf Kosten gegen ein als ungerecht geltendes Gesetz zu verstoßen, was oft schwerwiegende Konsequenzen nach sich zieht. Wir kennen viele Beispiele für solch mutige Entscheidung – da gab es Menschen, die in den Vereinigten Staaten entlaufene Sklaven versteckten und beschützen, und solche die dasselbe mit den Juden vor und während des Zweiten Weltkriegs taten – und es ist genau einer dieser Helden, an den wir uns erinnern sollten: In der „neutralen“ Schweiz half Paul Grüninger, Kommandant der Kantonspolizei in St. Gallen, Hunderten von Menschen, von Österreich über die Grenze in die Schweiz zu kommen … – Ein wichtiger Geschichtsbeitrag der Internet-Agentur „pressenza“: www.pressenza.com/de/2018/10/die-geschichte-von-paul-grueninger-schweizerischer-polizeikommandant-der-verurteilt-wurde-weil-er-hunderte-von-fluechtlingen-rettete.

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Krieg zerstört die Menschlichkeit

Das Thema passt bestens in unsere Zeit: 200 Jahre Bayerische Verfassung / 100 Jahre Freistaat Bayern / 100 Jahre Räterepublik / 70 Jahre Erklärung der Menschenrechte und im kommenden Jahr 70 Jahre Grundgesetz der BRD. Der ehemalige Brucker Stadtrat Helmut Zierer stellt sein Buch vor: „Ein ‚Bauernopfer‘ für den Größenwahn des Kaisers“. Vor ein paar Jahren entdeckte Helmut Zierer eine alte Feldpostkarte, die eine ganz andere, nämlich fürsorgliche und liebevolle Seite des Großvaters zeigte. Erst da verstand er, dass der Krieg seinen Großvater Johann psychisch zerstört hat. In seinem Buch greift der ehemalige Stadtrat diese Familiengeschichte auf und versucht Ursachen und Erklärungen für die schrecklichen Ereignisse zu finden. Dabei entsteht gleichzeitig eine historische Darstellung des Ersten Weltkriegs. – Eine Kooperationsveranstaltung der Stadtbibliothek mit dem Bündnis Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun. Am Dienstag, 16.10., um 19.30 Uhr, in der Stadtbibliothek, Bullachstr. 26, FFB. Eintritt frei

Ist ein „demokratisches, friedliches, ökologisches, feministisches, solidarisches“ Europa möglich?

Vergangenes Wochenende folgten 650 Menschen der Einladung von Attac nach Kassel, um die Kritik an der herrschenden Politik der Europäischen Union zu präzisieren und Visionen von einem solidarischen, demokratischen, ökologischen, friedlichen und feministischen Europa und Widerstandsformen und Wege dahin zu diskutieren. Auf drei großen Podien, zehn Foren und 60 Workshops mit viel wissenschaftlicher und politischere Prominenz war der gemeinsame Tenor des Kongresses: „Lasst uns in allen Ländern Europas gegen Austerität kämpfen!“. Ein Bericht: https://www.heise.de/tp/features/Ist-ein-demokratisches-friedliches-oekologisches-feministisches-solidarisches-Europa-moeglich-4186910.html. Die Webseite des Kongresses: https://www.ein-anderes-europa.de/start

Haymatloz! Kooperationsprojekt zum Schicksals deutscher Juden in der Türkei

Veranstaltet werden drei sehens-, hörens- und wissenswerte Darstellungen des Schicksals deutscher Juden in der Türkei zur Zeit des Faschismus. In der Einladung heißt es: „Wir laden herzlich zu unseren Veranstaltungen mit Film, Ausstellung und Lesung nach Fürstenfeldbruck ein. Es geht um ein Kapitel der Zeitgeschichte, das bis vor Kurzem noch wenig bekannt war: »Haymatloz« schrieben die türkischen Behörden den deutschsprachigen Flüchtlingen in ihre türkischen Fremdenpässe, nachdem sie vom Deutschen Reich ausgebürgert worden waren. Vorwiegend jüdische deutsche Bürger und Bürgerinnen, unter anderem Wissenschaftler, Künstler und Politiker, fanden während der Zeit des Nationalsozialismus Aufnahme in der Türkei und wirkten dort an der gesellschaftlichen Modernisierung der Türkei unter Atatürk mit. Viele Einflüsse von damals wirken in der Türkei bis heute.
Während der Film die Biografien dort geborener Kinder der Vertriebenen von damals bis heute beleuchtet, geht es in der Ausstellung anhand von Biografien auch um die Schattenseiten dieses Vorgangs. In Kemal Yalçins zweisprachiger Lesung aus seinem Buch ‚Haymatlos – Dünya Bizim Vatanımız‘ (Haymatlos – Die Welt ist unsere Heimat) wird das Thema aus der Sicht eines türkischstämmigen Autors, der seit 1982 in Deutschland lebt, aufgegriffen. Auch im Licht aktueller politischer Entwicklungen und Diskussionen lohnt es sich, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen. Wir hoffen, viele Mitbürger mit unserem Projekt anzusprechen und bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.“ – Eine Kooperation zur deutsch-türkischen Geschichte vom 23.10. bis zum 30.11. in Fürstenfeldbruck zwischen den Veranstaltern von Stadtbibliothek, Bündnis FFB ist bunt, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft KV, Lichtspielhaus und der VHS.
Eröffnung mit Einführung: „Haymatloz“, der Film von Eren Önsöz (2015): am 23.10., 18.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr), im Lichtspielhaus Fürstenfeldbruck, Eintritt 6,00 €.
Ausstellung: „Haymatloz“ vom Aktiven Museum Berlin, von 23.10. bis 30.11., in der vhs, zu deren Öffnungszeiten, Eintritt frei. Führungen für Schulklassen oder Gruppen nach Vereinbarung unter 08141/539154.
Lesung/zweisprachig: Kemal Yalçın liest aus seinem Roman am 28.11., um 19:30 Uhr, in der Stadtbibliothek, Eintritt 5,oo €.

Verbot von Atomwaffen

122 Staaten haben im Juli 2017 einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beschlossen. Bislang fehlt Deutschland bei diesem historischen Abkommen. Wir fordern: Die Bundesregierung muss das Verbot unterzeichnen und die US-Atomwaffen aus Deutschland abziehen lassen! Am 26. September – dem Internationalen Tag zur Abschaffung der Atomwaffen – und am Folgetag haben weitere neun Staaten den Verbotsvertrag unterzeichnet und vier ratifiziert, somit gibt es 69 Unterzeichner. 19 Staaten haben den UN-Vertrag über ein Verbot von Atomwaffen ratifiziert. Nachdem 50 Staaten ratifiziert haben, tritt der Vertrag in Kraft. – Infos: www.icanw.de

Menschenrechte vor Profit – weltweit!

Appell unterschreiben für die Achtung der Menschenrechte im Welthandel! In einem Appell, der online unterzeichnet werden kann (www.attac.de/menschenrechte-vor-profit), fordern attac und medico die Bundesregierung dazu auf, sich für einen starken UN-Vertrag einzusetzen, der Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet. Auch soll Deutschland ein Gesetz beschließen, das Menschenrechtsverletzungen von Konzernen im In- und im Ausland unter Strafe stellt. Menschenrechte sollen zudem unbedingten Vorrang vor Vereinbarungen in internationalen Handelsabkommen erhalten. – Quelle: https://www.medico.de/kampagnen/menschenrechte-vor-profite/binding-treaty – Hier unterschreioben: https://www.attac.de/kampagnen/menschenrechte-vor-profit/unterschreiben
attac: Helfen Sie mit, unsere Kampagne bekannt zu machen! Mitte Oktober findet das nächste Treffen der Binding Treaty-Arbeitsgruppe in Genf statt. Schon dort werden wir Druck machen und auf einen starken UN-Vertrag hinwirken. Die Unterschriften-Übergabe an die Bundesregierung ist für Anfang 2019 vorgesehen. Zudem haben wir noch eine Reihe weiterer Aktionen in Planung.

DiEM25: Wir bauen in ganz Europa vor 2019 unsere Dynamik aus

Jeremy Corbyn: „Was sagen progressive Menschen in Deutschland, Frankreich, den USA, Griechenland, Spanien? Sie sind sich doch einig: Wir können die Rolle der öffentlichen Dienste nicht weiter schwächen, nicht um den Preis von größerer Armut und mehr Ungleichheit, nicht um den Preis vergeudeten menschlichen Lebens… Wir können nicht die ganze Welt auf der Grundlage einer Dienstleistungswirtschaft organisieren.“
Yanis Varoufakis: „Um die Progressiven zusammenzubringen, aus Deutschland, aus den Vereinigten Staaten, aus Italien, aus Griechenland, aus Großbritannien, müssen wir eine entsprechende politische Infrastruktur schaffen, eine Bewegung […] Wir brauchen eine Progressive Internationale.“
Die globalpolitische sowie bundesinterne Großwetterlage lädt gelinde gesagt nicht zu Freudensprüngen ein. Während medial düstere Szenarien heraufbeschworen werden, wachsen die Bewegungen jedoch enger zusammen, unser Handeln verdichtet sich, wir werden sichtbarer und stärker, und das ist ein gutes Zeichen. Was steht demnach an bei DiEM25? Die Wahlflügel wachsen, das Projekt European Spring ist in vollem Gange. Wir glauben nach wie vor, dass sowohl unsere Zeitanalyse als auch unser Appell an progressive Kräfte sich zu vereinen, wichtiger denn je ist.
Die erste Mitgliederversammlung von DEMOKRATIE IN EUROPA (DiE) nach dem Beschluss über die Kooperation von DiEM25 und DEMOKRATIE IN BEWEGUNG (DiB) findet am 29. und 30. September in Hannover statt. Unter dem Motto „Gemeinsam geht es besser“ haben Mitglieder beider Organisationen mit überwältigender Mehrheit für eine Kooperation und zum Antritt bei der Europawahl 2019 gestimmt. In Deutschland haben sich unsere Mitglieder für ein Bündnis mit der fortschrittlichen deutschen Partei „Demokratie in Bewegung“ entschieden. Wir haben eine Chance im Jahr 2019. Wir können entweder beweisen, dass DiEM25 da ist, um unsere Union zu reparieren und wieder aufzubauen und die Macht an die Menschen zurückzugeben, oder wir können als utopische Anekdote abgeschrieben werden. – Unterstützen: https://diem25.org/main-de

„Spurwechsel – Recht auf Arbeit und Ausbildung für alle Geflüchteten!“

Die Brucker Demo startet am Sonntag, 30.9., 14 Uhr, auf dem Volksfestplatz. Die Abschlusskundgebung ist am Landratsamt. Aus dem Aufruf: „120 Millionen Euro pro Jahr bezahlt die bayerische Staatsregierung aus Steuergeldern für den Unterhalt von Flüchtlingen, denen sie das Arbeiten verboten hat. Das sind bayernweit 10.000 Menschen, die sich durch eigene Arbeit ernähren wollen und auch könnten – wenn sie denn dürften. Händeringend suchen die Unternehmen Arbeitskräfte und Auszubildende – und dürfen diese Flüchtlinge mit Arbeitsverbot nicht einstellen. Die Entscheidung über Arbeits- und Ausbildungserlaubnisse für Flüchtlinge liegt bei den jeweiligen Ausländerbehörden. In unserem Landkreis unter Leitung von Landrat Karmasin wird bisher besonders restriktiv entschieden. Dagegen halten wir fest: Fair entlohnte Arbeit ist ein grundlegendes Menschenrecht! Sie ist entscheidend für ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben! Sie fördert in Ergänzung zu Deutschkursen nachhaltig den Erwerb der deutschen Sprache. Sie bringt die Flüchtlinge mit Einheimischen zusammen, fördert das gegenseitige Kennenlernen und damit ein friedliches und respektvolles Zusammenleben. Sie entlastet die Steuerzahler von überflüssigen Zahlungen an die Flüchtlinge, die selbst für ihren Unterhalt sorgen können. Sie bringen unseren Betrieben dringend benötige Arbeitskräfte und Auszubildende Unzählige Flüchtlinge und ihre Helfer haben sich beim Antrag auf Arbeits- und Ausbildungserlaubnisse im Landratsamt sprichwörtlich ‚die Zähne ausgebissen‘ und zahllose ergebnislose Gespräche geführt. Jetzt haben wir genug davon – und tragen unsere Forderungen auf die Straße.“ – Dieser Aufruf wird unterstützt von folgenden Organisationen (unter anderen): Asylhelferkreise Eichenau, FFB, Puchheim, Gröbenzell, Alling, Landsberied, Olching, Türkenfeld, Maisach, Schöngeising, Grüne Jugend im Landkreis FFB, GEW-Kreisverband, Bündnis FFB ist bunt – nicht braun, SPD, Grüne, Die Linke, MUT und V-Partei 3, Solidaritätsbündnis Asyl im Oberland, Münchner Flüchtlingsrat und Pfadfinder Stamm Bison Puchheim … Eine Auflistung der Unterstützer und alle Infos: https://asylhelfer-eichenau.de/demo-recht-auf-arbeit-und-ausbildung-fuer-alle-gefluechteten.

Zwei aktuelle Kampfplätze

Hambacher Forst: RWE-Chef Rolf Martin Schmitz: „Die Annahme, dass der Forst gerettet werden kann, das ist Illusion“. Das sieht der BUND anders. Wir sagen weiterhin entschieden „Nein“ zur Rodung dieses uralten Waldes und kämpfen mit aller Kraft (wie übrigens schon seit Jahrzehnten) für dessen Erhaltung. Alles Infos zum Hambacher Wald auf einen Blick: www.bund.net/themen/waelder/hambacher-wald
100.000 Unterschriften unter „abrüsten statt aufrüsten“. Das hätte kaum jemand gedacht, dass wir so schnell diese nicht magische, aber schon beeindruckende Grenze von 100.000 Unterschriften schaffen würden. Viele haben mitgeholfen und gesammelt – überall in der Republik. Davon wurden rund 80.000 Unterschriften offline, d.h. auf Papier, gesammelt in dem Menschen auf der Straße, in der Nachbarschaft, auf der Arbeit, im Verein und und und angesprochen wurden. Lasst uns die Kampagne fortsetzen, mehr Unterschriften sammeln, aber besonders die lokalen Aktionen und Demonstrationen überall in der Republik vom 1. bis 4. November 2018 vorbereiten. Es tut mehr als Not, da wir bei der Bundestagsdebatte erneut gehört haben, was für eine gigantische Aufrüstungswelle uns bedroht. Nein, wir wollen keine 60 und auch keine 85 Milliarden € für Rüstung ausgeben! Wir brauchen das Geld dringend für Soziales, Bildung und Umwelt – national und international.
Also alle, die noch nicht dabei sind. Macht mit! Anlässlich der Haushaltsberatungen informierten Mitglieder des Arbeitsausschusses der Initiative „abrüsten statt aufrüsten“ Bundestagsfraktionen über den Stand der Unterschriftensammlung. Vertreter der Initiative traten mit der symbolischen Übergabe der bisherigen 90.000 Unterzeichner*innen des Aufrufes entschieden gegen die geplante Aufrüstung im Haushalt 2019 durch die Bundesregierung ein.
Mehr Informationen und weitere Bilder auf unserer Webseite: https://abruesten.jetzt/2018/09/abruesten-statt-aufruesten-bei-fraktionen-des-deutschen-bundestages. Weiterlesen: https://abruesten.jetzt/2018/09/4-11-november-2018-bundesweite-dezentrale-aktionen-und-demonstrationen/

Demo gegen AfD in FFB

Das „Bündnis Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun“ ruft zur Kundgebung auf am Dienstag, 18.9., ab 18:00 Uhr, vor dem Veranstaltungsforum in Fürstenfeldbruck, Klosterareal, FFB: „Liebe Demokratinnen und Demokraten! Es ist Landtagswahlkampf! Und schon wieder möchte die AfD mit ihrem Parteivorsitzenden Jörg Meuthen in Fürstenfeldbruck im Veranstaltungsforum ihre rassistischen, demokratiefeindlichen, rückwärtsgewandten, ausländerfeindlichen, antisemitischen, islamophoben und geschichtsklitternden Thesen unters Volk bringen. Wir sagen: Die AfD ist keine Alternative! Sie spaltet die Gesellschaft, hat keine Scheu, sich mit Rechtsextremen u.a. von Pegida und den Identitären zu zeigen und sorgt dafür, dass hetzerische Parolen und Un- oder Halbwahrheiten verbreitet werden. Sie pauschalisiert gefährlich und beschädigt unsere Demokratie. Dem wollen wir uns gemeinsam entgegenstellen. Kommt deshalb alle zur Kundgebung! Bringt eure Transparente und kreative Ideen für die Gestaltung der Kundgebung mit! Und leitet diese Info in euren Kreisen weiter! Wer möchte, schreibt an die für die Genehmigung der AfD-Veranstaltung Verantwortlichen im Veranstaltungsforum und in der Stadt Fürstenfeldbruck.“
Aufruf: Bündnis Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun! und GEW Kreisverband FFB
Weitere Infos über das Bündnis unter
https://ffbbunt.wordpress.com/
https://www.facebook.com/bruckbunt/
https://twitter.com/ffbbunt/