Kampf für das Atomwaffenverbot

Die Menschen wollen keine Atomwaffen in Europa, sie wollen den Beitritt zum Atomwaffenverbot. Das zeigt unsere repräsentative ICAN-Umfrage in den vier europäischen NATO-Ländern, die US-Atombomben lagern. In Belgien, Deutschland, Italien und den Niederlanden gibt es deutliche Mehrheit für den Abzug und für das internationale Verbot. Aber die Regierungen klammern sich weiter an diese Massenvernichtungswaffen. Hierzulande sind 70 Prozent der Meinung, dass die Atombomben aus Büchel in Rheinland-Pfalz verschwinden sollten. Eine deutsche Unterschrift unter dem Verbotsvertrag wünschen sich 71 Prozent. Außerdem finden 72 Prozent die Investitionen deutscher Banken in die Atomwaffenindustrie inakzeptabel. Wir wollen diese Zahlen nun nutzen, um weiter Druck aufzubauen – auf die Banken und auf die Politik. Die Bundesregierung boykottiert das Atomwaffenverbot noch immer, die Staatengemeinschaft ist da schon weiter. Mittlerweile haben 13 Länder den UN-Vertrag ratifiziert, Anfang des Monats haben wir den ersten Jahrestag des Abkommens gefeiert. Unterstützung in unserem Kampf für das Atomwaffenverbot erhalten wir auch vom Europäischen Parlament. Das hat kurz vor dem Jahrestag die Mitgliedstaaten erneut aufgefordert, den UN-Vertrag zu unterzeichnen. Das ist übrigens auch als NATO-Staat problemlos möglich, wie eine neue Studie aus Harvard zeigt: Durch den Beitritt zum Verbot werden keinerlei Bündnisverpflichtungen verletzt. Beim NATO-Gipfel wurde das Thema trotzdem ignoriert, stattdessen haben die Politiker über eine weitere Erhöhung der Militärausgaben diskutiert… Da hilft nur Druck aus der Gesellschaft! In wenigen Tagen jähren sich die Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki. An vielen Orten in Deutschland und weltweit wird der Opfer gedacht und gemahnt, dass diese Massenvernichtungswaffen nie mehr eingesetzt werden dürfen. Außerdem gibt es einen Aufruf an die Bundesregierung zum Atomwaffenverbot, der in überregionalen Tageszeitungen veröffentlicht wird. Bis Montagabend kannst du ihn noch unterstützen. – ICAN Deutschland – www.icanw.de
Jetzt den Aufruf an die Bundesregierung unterstützen: http://pace-makers.de/html/marathon18_aufruf_formular.html
Alle Infos zum Hiroshima und Nagasaki Gedenktag am 6. und 9. August 2018: https://www.friedenskooperative.de

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