Die Deutsche Bank will aus dem Atomwaffengeschäft aussteigen

ICAN Deutschland meldet: „Die Deutsche Bank will aus dem Atomwaffengeschäft aussteigen! Das ist ein Riesen-Erfolg für unsere Kampagne und für alle, die Druck gemacht haben. Wir wurden auch davon überrascht: Einen Tag vor der Hauptversammlung hat die Deutsche Bank eine neue ‚Richtlinie zu kontroversen Waffen‘ (pdf-Datei) veröffentlicht. Darin werden erstmals alle Transaktionen mit Firmen ausgeschlossen, die direkt an der Herstellung oder Instandhaltung von Atomwaffen beteiligt sind. Bisher wurden zwar keine einzelnen Atomwaffenprojekte finanziert, die Firmen als Ganzes haben aber trotzdem weiter Geld bekommen. Mit der neuen Politik wird den Atomwaffenhersteller nun endlich der Geldhahn zugedreht. Das zeigt: Wir können etwas bewegen! Im Frühjahr hat ICAN zusammen mit der Friedensorganisation PAX aufgedeckt, dass deutsche Finanzinstitute mehrere Milliarden Euro in das tödliche Geschäft mit den Massenvernichtungswaffen investieren. Die Deutsche Bank hat auf unsere Kritik und den öffentlichen Druck reagiert. Natürlich ist die Richtlinie nicht perfekt: Sie lässt weiterhin Raum für Ausnahmen in bestimmten Fällen. Zudem fehlt eine Liste mit Firmen, die ausgeschlossen werden. Trotzdem: Es ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung. Mehr in unserer Pressemitteilung und in unserer Rede auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank.Unser Erfolg wird jetzt auf der ganzen Welt von Atomwaffengegnern gefeiert. Schließlich ist es die erste richtig große Bank, die eine solche neue Politik angekündigt hat. Nun können wir auch die anderen Geldhäuser unter Druck setzen und von ihnen verlangen, dass sie nachziehen. Den Vorstand der Commerzbank haben wir bereits auf der Hauptversammlung mit unserer Kritik konfrontiert. Und in Belgien hat die KBC Bank gerade angekündigt, auf Atomwaffengeschäfte zu verzichten.“
ICAN Deutschland e.V. ist der deutsche Zweig der „International Campaign to Abolish Nuclear weapons und damit Mitglied eines globalen Bündnisses von über 450 Organisationen in 100 Ländern. Dieses internationale Bündnis wurde 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. – Quelle: http://ki2o.mjt.lu/nl2/ki2o/xgpv.html – Die Webseite: www.icanw.de

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