Was ist hierzulande eigentlich ein Skandal?

Dokumentation der Berliner »Antirassistischen Initiative«: 23 Flüchtlinge haben sich im vergangenen Jahr angesichts ihrer drohenden Abschiebung selbst getötet oder starben beim Versuch, vor der Abschiebung zu fliehen. Fünf Flüchtlinge starben an der deutschen Grenze bei der Einreise. Zwei abgeschobene Afghanen kamen wenige Wochen nach ihrer Abschiebung in Afghanistan bei Terroranschlägen ums Leben. Die ARI dokumentierte diese Fälle, bereits seit 1993 nimmt sie die »bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen« jährlich unter die Lupe. Kaum eine Publikation gibt einen derart umfassenden Überblick darüber, welchen gewaltförmigen Zuständen Geflüchtete in Deutschland ausgesetzt sind. Nur ein Bruchteil der Angaben stammt aus amtlichen Statistiken – es gibt noch nicht einmal eine bundesweite Erfassung von Suiziden oder Suizidversuchen. Die Dokumentation basiert auf der Auswertung zahlreicher Tageszeitungen, aus Angaben von Flüchtlingsräten und parlamentarischen Anfragen. Damit ist klar, dass die Angaben nicht vollständig sind – die tatsächlichen Zahlen über Verletzungen und Todesfälle liegen in einem kaum schätzbaren Dunkelfeld. In der Dokumentation spiegelt sich die politische Entwicklung einzelner Krisenregionen, etwa am Fall Afghanistan: Die Wiederaufnahme von Abschiebungen an den Hindukusch hatte im letzten Jahr zur Folge, dass acht Afghanen, darunter drei Minderjährige, sich umbrachten. 110 Afghanen begingen darüber hinaus einen Suizidversuch oder fügten sich selbst schwere Verletzungen zu. – Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/333774.von-wegen-willkommenskultur.html – die Webseite: www.ari-dok.org

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