Der Handelskrieg entbrennt – Ende für das deutsche Wirtschaftsmodell?

Mit Donald Trump im Weißen Haus, scheint die verbleichende Weltmacht in ein weiteres Reife- oder vielleicht Fäulnisstadium übergegangen … Hat Trump mit seiner Klage recht, dass die Handelspartner die USA übervorteilen? Welche Konsequenzen haben die Strafzölle – welche Auswirkungen hätten die angedrohten Maßnahmen? Wie wird die internationale Organisation der Handelsbeziehungen der Zukunft aussehen? Was wird aus dem „deutschen Wirtschaftsmodell“? … Trump ist dabei, die bestehende Struktur der Welthandelsbeziehungen einzureißen. An die Stelle der – völlig unzureichenden – internationalen, multilateralen Gestaltungsprinzipien will er bilaterale setzen, die vom jeweils stärksten bilateralen Partner, den USA, bestimmt werden. Das ist der Trumpsche Weg zur Weltmacht USA, zu America first … Trump genügt, wenn die US-Kassen klingen und die US-WählerInnen ihm zujubeln. Wer seinen Imperativen nicht folgt, den will er in die Knie zwingen. Mit Deutschland und der EU scheint ihm dies zu gelingen … Die deutsche Politik und der Mainstream der Publizistik arbeiten hart daran, das Exportmodell als besonderes deutsches Gütesiegel wertzuschätzen und beizubehalten. Eher wird man sich an Unterwerfungsexerzitien unter Trump gewöhnen als den Export in die USA zu gefährden. Dass es schön wäre, alle Menschen hätten Arbeit – alle Menschen hätten sinnvolle, nützliche Arbeit – alle Menschen könnten die von ihnen hergestellten Werte auch selbst nutzen – und die eigene Tätigkeit ginge nicht zu Lasten derer anderswo – und unser Tausch mit diesen wäre gerecht – dass dies alles möglich ist und notwendig, muss erst noch in die Köpfe und in die Gemüter.
Aus einer Situationsanalyse von Conrad Schuhler vom isw – sozial-ökologische Wirtschaftsforschung e.V. Quelle: https://www.isw-muenchen.de/2018/06/der-handelskrieg-entbrennt-ende-fuer-das-deutsche-wirtschaftsmodell

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