Der Online-Gigant Amazon

Menschen arbeiten sich in Jeff Bezos Konzern zu Minilöhnen krumm, Buchläden, Verlage und Einzelhändler mussten und müssen aufgeben. Steuern zahlt Amazon durch eine Vielzahl von Tricks kaum. Vor einem Jahr startete Amazon „fresh“ in Deutschland. Seitdem gibt es frische Lebensmittel per Onlinebestellung beim Megakonzern in ausgewählten Städten. „Aktion Agrar“ ruft seit letztem Herbst dazu auf, sich für konzernfreien Einkauf stark zu machen und das Datenmonster nicht an den eigenen Kühlschrank zu lassen. Es war ein besonderer Coup des Konzerns, auf die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Läden zu setzen. Amazon nennt sie „Lieblingsläden“ und erweckt damit den Eindruck für sympathische Produkte aus der Nachbarschaft zu stehen … Massiver Druck macht den Alltag dieser Zusammenarbeit aus. Laufen Produkte gut, schafft Amazon nicht selten eigene Konkurrenzprodukte, die per Algorithmus zur automatischen Preisanpassung die besten Angebotsplätze auf der Internetseite bekommen. Mit der Etablierung neuer Eigenmarken, wie der Babynahrung „Mama Bear“, macht der Konzern seine Lieferant*innen noch leichter austauschbar.
Die gute Nachricht: Etliche der Läden, die mit Amazon“ fresh“ kooperiert haben, sind inzwischen schon wieder ausgestiegen. Dazu gehören die Biosupermarktkette Basic, der Chocolatier Rausch, Feinkostläden wie Maître Philippe et filles und Raamson sowie der Kaffeeanbieter Bonanza.
Auch dein Lieblingsladen soll Amazon Adè sagen. Fordere ihn hier dazu auf! Mach jetzt mit – schicke an die Läden, die Dir am Herzen liegen, eine Mail mit der Aufforderung, Amazon fresh jetzt den Rücken zu kehren. Das Konzept von Amazon fresh ist haarsträubend. Tausende von Kilometern legen die kleinen Lieferwagen der Amazon-Logistikpartner zurück, um Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch und mehr an verschiedenen Geschäften zusammen zu sammeln, umzupacken und auszufahren. Amazon-Chef Bezos investiert viele Millionen in „fresh“, stampfte in Berlin, Hamburg und München „Frischezentren“ aus dem Boden und erntet bislang vor allem massenweise Kundendaten. Wir brauchen statt dessen möglichst kurze Wege, eine vielfältige, umweltschonende Landwirtschaft und viel mehr direkte Kontakte zwischen Bäuer*innen beziehungsweise Lebensmittel-Handwerker*innen und denen, die essen möchten. Deshalb haben wir auch das Jahr der Alternativen gestartet, das jeden Monat eine andere Möglichkeit feiert, den Konzernen ein Schnippchen zu schlagen.
Mehr zu den Bedingungen für Amazons Kooperationspartner, den Arbeitsverhältnissen und dem Datenhandel lest ihr in unserer Broschüre: Gute Gründe gegen Amazon.
Quelle: http://3hol.mj.am/nl2/3hol/lvqly.html

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