Rheinmetall entrüsten – auf zivile Produkte umstellen!

Die Aktionäre des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG treffen sich am 8. Mai zu ihrer Hauptversammlung in Berlin. Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus. Rheinmetall besudelt diesen Gedenktag. Die Rüstungsschmiede möchte vergessen machen, dass sie Teil der Hermann-Göring-Werke war und mit Zehntausenden von Zwangsarbeitern bis zuletzt für Hitlers Endsieg Kanonen, Munition und Panzerfahrzeuge produziert hat.
Ihre Aktien sind mit Blut getränkt!
Damals wie heute lohnen sich Kriege für die Anteilseigner an Rüstungsproduzenten. 2017 stieg der Kurs der RM-Aktie um 70 Prozent, die Dividende um 17Prozent. Die Aktionäre verdienen sich eine goldene Nase! Die Rechnung bezahlen die Menschen, die unter den Kriegshandlungen leiden, fliehen müssen und dann als Flüchtlinge bei uns ankommen. Aktuell wird mit türkischen Leopard-2-Panzern im nordsyrischen Afrin völkerrechtswidrig Krieg geführt – die Kanonen stammen von Rheinmetall. Im Jemen fallen Bomben, die Rheinmetall in Italien produziert hat. Europas größter Heeresausrüster setzte 2017 mit Kanonen, Munition, Elektronik, gepanzerten Fahrzeugen und Ausrüstungen über 3 Mrd. Euro um – ein Rekordwert! Um weltweit Aufträge zu ergattern, hat Rheinmetall geschmiert. Strafen in Höhe von 37 Millionen Euro wegen Bestechung in Griechenland hat Rheinmetall schon gezahlt. Indien sperrte Rheinmetall für 10 Jahre bis 2022 wegen Bestechungsvorwürfen von Rüstungsaufträgen aus.
Deutschland liefert Waffen und Munition mitten in Kriegsgebiete
Von einer restriktiven Rüstungsexportpraxis Deutschlands kann keine Rede sein. 2017 belegte Deutschland laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI Platz 4 in der Welt und Platz 2 in der EU. Die Große Koalition genehmigte Rheinmetall sogar den Export einer ganzen Panzerfabrik nach Algerien. Das Regime Bouteflika regiert dort autoritär unter massiver Missachtung der Menschenrechte. Bis 2020 sollen dort fast 1.000 Radpanzer FUCHS 2 im Wert von 2,7 Milliarden Euro montiert werden. Diese können sowohl im Innern als auch im Krieg nach außen eingesetzt werden.
Der ganze Bericht: https://www.pressenza.com/de/2018/05/rheinmetall-entruesten-auf-zivile-produkte-umstellen
Ethecon – Stiftung Ethik und Ökonomie. Das ganze Dossier: https://www.ethecon.org/download/Dossier%20RHEINMETALL%20de%20180422%20klein.pdf
Die Organisatoren: http://www.leo-kette.de
Übergabe des Internationalen Schmähpreises „Black Planet Award“ der Ethecon-Stiftung am 8. Mai 2018, 9.00 Uhr, gegenüber Maritim-Hotel, Stauffenbergstr. 26, 10785 Berlin-Tiergarten, mit Redner*innen aus Politik, Kirche und Gesellschaft.

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