Warum gehen nicht jeden Montag 50.000 Rentner auf die Straße?

Aus einem Interview zum 1. Mai mit Rudi D. (Name geändert), Rentner nach einem arbeitsreichen Leben. Originalton Rudi D.: „Wenn wir hier mit Talkshows, Rateshows und Volksmusik verdummt werden und kritische Sendungen nachts gesendet werden, steht doch die Frage im Raum, ob das gewollt ist, damit der Bürger mit unnützem Wissen abgelenkt wird, mit einseitig besetzten Talkshows, in denen die Gäste in der Überzahl sind, die Kriege als Verantwortung deklarieren und soziale Kürzungen als alternativlos darstellen und davon reden, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Das hat weder etwas mit einem Bildungsauftrag der öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten noch mit Meinungsvielfalt zu tun, das ist Volksverdummung und Manipulation … Politiker erfüllen die Wunschliste der Wirtschaft, und die Bürger bleiben auf der Strecke. Politiker hören den Bürgern nicht zu, sie stellen sich über sie. Durch diese Politik wird der Bürger seiner demokratischen Rechte und seiner Freiheit beraubt … Die überhöhte Miete hat dazu geführt, dass ich meine Ersparnisse kontinuierlich, radikal abbauen musste. Nachdem die Ersparnisse aufgebraucht waren, war ich gezwungen die Grundsicherung der Landeshauptstadt in Anspruch zu nehmen … Was nutzt mir eine niedrige Miete, wenn ich vereinsame. Und was soll ich auf dem Land wo die Mieten billig sind und es keine Infrastruktur gibt. Für jemanden in meinem Alter, ist das keine Alternative. Ein Auto kann ich mir sowieso nicht leisten, deshalb brauche ich Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und beispielsweise eine Bücherei in meiner Nähe, was alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Ich möchte doch ein Mindestmaß an gesellschaftlicher Teilhabe! …“ – Das Interview: www.hinter-den-schlagzeilen.de/warum-gehen-nicht-jeden-montag-50-000-rentner-auf-die-strasse

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